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Karate/Kobudo – Interview mit Abteilungsleiter Klaus Hummel
verfasst von Frank Zimmermann

Frank Zimmermann führte ein Interview mit Abteilungsleiter Klaus Hummel.

TVN Report-Redaktion (R): Klaus, Deine Abteilung hat mittlerweile über 40 gemeldete Mitglieder, was sagst Du dazu?

Klaus (K): Das ist richtig und für eine so exotische Sportart wie Kobudo kombiniert mit Karate ist das sehr bemerkenswert.

R: Was ist denn so exotisch an diesem Sport?

K: Nun, in der Regel wird in Deutschland Karate ohne Kobudo unterrichtet, das heißt, die traditionellen Waffen, die zu traditionellem Karate gehören, werden ignoriert oder höchstens beiläufig erwähnt.

R: Gibt es denn dafür einen Grund?

K: Meiner Meinung nach ist meist der Wettkampfgedanke im Karate dominierend und die Waffen wie Langstock, Sichel, Kurzstock, Schlagholz, Metallgabel bergen Risiken.

R: Wie gehst Du mit diesen Risiken um?

K: Mein Unterricht konzentriert sich auf umfassende koordinative Körperschulung. Dabei lernen die Leute mit und ohne Waffen den Körper im Gleichgewicht und in Harmonie zu halten und dabei trotzdem effektiv kämpfen zu können – sehr traditionell eben. Wir haben den Trainingsfokus nicht auf Wettkampf gerichtet, sondern auf ein ganzheitliches Körperprinzip, das auch im fortgeschrittenen Alter noch trainiert werden kann.

R: Wie ist denn Dein Unterricht gegliedert?

K: Es wird dreimal in der Woche Unterricht angeboten, wobei mit und ohne Waffen unterrichtet wird. Donnerstagabends in der Rundsporthalle, sonntags früh in der Grundschulhalle und dienstags für Frühaufsteher im Haus der Gemeinde. Sogar bei dem genannten Frühtraining kommen Sportler und gehen anschließend zur Arbeit. Sodann biete ich im Frühling und im Herbst Intensivschulungen über einen ganzen Tag an, meist mit Leistungsprüfungen verbunden, einmal im Jahr lade ich einen Gasttrainer ein, damit die Sportler nicht ausschließlich von mir unterrichtet werden, und einmal im Jahr biete ich einen Bewegungskurs an, der viele Einflüsse von Yoga beinhaltet. So sorge ich für ein Trainingsangebot mit vielen unterschiedlichen Aspekten. Vom Verein bekomme ich gute Unterstützung.

Weiterhin biete ich über das Training hinaus kulturelle Dinge an wie die Teezeremonie, über die im letzten Report berichtet wurde, Kontakte nach Japan werden gepflegt und mit Spendenaktionen haben wir bereits überregional Aufmerksamkeit bekommen. Auch werden wir zu Vorführungen eingeladen, wie kürzlich zu der WieMaiKai, einer Messe für Manga und Animee. Von diesem Event habe ich Dir noch zwei Bilder mitgebracht, Ursula und ich bei der Demonstation und ich auf dem Weg mit Langstock ...

R.: Dankeschön Klaus für den interessanten Einblick in Deine Sportart.

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Frank Zimmermann
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